Skurril, düster & witzig: Die 20 schockierendsten Geschenke der Menschheitsgeschichte
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Von Aladean — Gravierer von über 1,5 Millionen bedeutungsvollen Geschenken und widerwillige Historiker der Zeiten, in denen die Menschheit beim Schenken spektakulär, urkomisch und verstörend danebengegriffen hat.
Wir sprechen über das Schenken, als wäre es immer ein zärtlicher, liebevoller Akt. Und oft ist es das auch. Aber wenn man genug Zeit damit verbringt, die Geschichte des menschlichen Schenkens zu studieren – was wir getan haben, weil das anscheinend die Art von Dingen ist, die man tut, wenn man 1,5 Millionen Gegenstände für Menschen graviert hat –, dann entdeckt man schnell, dass die Aufzeichnungen weitaus seltsamer sind, als die Grußkartenindustrie einen glauben machen möchte.
Menschen haben lebende Elefanten verschenkt. Sie haben tote Mäuse verschenkt. Sie haben Menschen verschenkt. Sie haben die mit Rubinen verzierten Schädel von Heiligen verschenkt. Sie haben ganze Nationen als Hochzeitsgeschenke verschenkt. Ein römischer Kaiser erhielt ein so beleidigendes Geschenk, dass er den Absender hinrichten ließ. Einem mittelalterlichen Papst wurde ein Krokodil geschenkt, und er hatte absolut keine Ahnung, was er damit anfangen sollte.
Die Geschichte des Schenkens ist kurz gesagt eine Meisterklasse in der gesamten Bandbreite menschlicher Kreativität, Grausamkeit, Großzügigkeit, Absurdität und gelegentlichem völligen Urteilsvermögen.
Wir haben sie in zwei Listen unterteilt. Die erste umfasst die Geschenke, die bei Ihnen für ein tiefes Unbehagen sorgen sollten – denn das sollten sie. Die zweite umfasst die Geschenke, die aus der sicheren Distanz von mehreren Jahrhunderten wirklich, hilflos komisch sind. Beide Listen sind absolut wahr. Nichts davon ist übertrieben. Die Geschichte brauchte unsere Hilfe nicht.
Zum Schluss werden wir darüber sprechen, was das alles eigentlich bedeutet – und wie wir nach 200.000 Jahren, in denen wir das Schenken sowohl großartig richtig als auch katastrophal falsch gemacht haben, endlich zu etwas Besserem gelangt sind.
🖤 Die 10 bizarrsten & dunkelsten Geschenke der Menschheitsgeschichte
Dies sind keine Geschenke von Schurken. Die meisten davon wurden von Menschen gemacht, die sich selbst als großzügig, mächtig, ja sogar liebevoll betrachteten. Das ist vielleicht der beunruhigendste Teil von allen.
#1 – Menschen: Das Geschenk, das niemals hätte existieren dürfen
Das Geschenk: Versklavte Menschen – Männer, Frauen, Kinder –, die als diplomatischer Tribut, Kriegsbeute, Zeichen der Allianz und persönliche Geschenke zwischen Herrschern, Generälen und Aristokraten überreicht wurden.
Die Situation: Dies war keine Randerscheinung. Über Tausende von Jahren hinweg war das Verschenken von Menschen in praktisch jeder bedeutenden Zivilisation – Ägypten, Rom, Griechenland, Persien, dem Osmanischen Reich, China, den Mogulhöfen, westafrikanischen Königreichen, dem mittelalterlichen Europa – eine der häufigsten und prestigeträchtigsten Formen des Elitenaustauschs. Ägyptische Pharaonen erhielten versklavte Menschen als Tribut aus eroberten Gebieten, die mit dem gleichen Pomp wie Gold und exotische Tiere präsentiert wurden. Römische Senatoren tauschten an den Saturnalien versklavte Gelehrte, Musiker und Gladiatoren aus, wie Menschen heute Weinflaschen austauschen. Osmanische Sultane sandten und empfingen versklavte Konkubinen als höchste Form diplomatischer Höflichkeit.
Warum es dunkel ist: Weil jeder dieser Menschen einen Namen hatte. Eine Familie hatte. Ein Leben hatte, das nicht konsultiert wurde, als sie zum Geschenk wurden. Die Transaktion, die der Geber stolz in seinen Hofchroniken festhielt, ist von der anderen Seite aus gesehen eine Auslöschung. Die historischen Aufzeichnungen sind voll von den Namen der Geber und fast völlig schweigsam über die Empfänger der Geschenke. Dieses Schweigen ist eine eigene Art von Dunkelheit.
#2 – Töchter und Ehefrauen: Diplomatie, geschrieben in das Leben von Frauen
Das Geschenk: Junge Adlige – Töchter, Schwestern, Nichten –, die als lebende Siegel auf politischen Abkommen an ausländische Herrscher verheiratet wurden.
Die Situation: Dies war für den Großteil der aufgezeichneten Menschheitsgeschichte die dominante Form des diplomatischen Schenkens unter Eliten. Alexander der Große gab und empfing Frauen als politische Geschenke. Das Perserreich nutzte strategische Ehen, um Beziehungen in ganz Zentralasien zu festigen. Das mittelalterliche europäische System dynastischer Politik basierte fast ausschließlich darauf, dass Frauen wie die wertvollsten Schachfiguren auf einem Brett zwischen Familien verschoben wurden, auf dem sie niemals spielen durften. Heinrich VIII. Ehe mit Katharina von Aragon begann als diplomatisches Geschenk von Spanien an England. Viele dieser Frauen wurden von ihren Familien gefeiert, mit riesigen Mitgiften ausgesandt, in Zeremonien geehrt – und hatten bei alldem absolut kein Mitspracherecht.
Warum es dunkel ist: Weil Liebe und Zwang in derselben Transaktion koexistierten. Väter, die ihre Töchter aufrichtig liebten, gaben sie dennoch weg. Die emotionale Komplexität ist der Punkt. Es war in den meisten Fällen keine Grausamkeit – es war ein Weltbild, in dem die Autonomie von Frauen einfach nicht als relevante Überlegung registriert wurde. Die Schenkenden dachten, sie täten etwas Ehrenhaftes. Und das macht es irgendwie schwieriger, damit umzugehen, nicht leichter.
#3 – Die Schädel der Heiligen: Heilige Knochen als das ultimative Statussymbol
Das Geschenk: Die Schädel, Fingerknochen, Wirbel und verschiedenste Skelettreste christlicher Heiliger, die im mittelalterlichen Europa als die heiligsten und prestigeträchtigsten Objekte zwischen Päpsten, Königen, Kaisern und Bischöfen verschenkt wurden.
Die Situation: In der mittelalterlichen christlichen Theologie glaubte man, dass die physischen Überreste von Heiligen echte göttliche Kraft besäßen – sie konnten Kranke heilen, Städte beschützen, militärische Siege garantieren. Eine bedeutende Reliquie zu besitzen, war nicht nur eine religiöse Ehre, sondern ein politisches Kapital erster Ordnung. Karl der Große baute seinen gesamten kaiserlichen Hof um seine Reliquiensammlung herum auf. Venedig stahl bekanntermaßen im Jahr 828 n. Chr. den Körper des Heiligen Markus aus Alexandria – man schmuggelte ihn an muslimischen Zollbeamten vorbei, indem man ihn unter Schichten von Schweinefleisch und Kohl versteckte (die die Beamten, da sie Muslime waren, nicht durchsuchten). Dieser gestohlene Körper wurde dann dem venezianischen Dogen als bürgerliches Geschenk von außergewöhnlichem Prestige überreicht.
Päpste schenkten verbündeten Monarchen beglaubigte Fingerknochen. Kreuzritter kehrten aus dem Heiligen Land mit Knochen, Zähnen und Fragmenten des Wahren Kreuzes zurück, um sie ihren Gönnern zu schenken. Der Handel mit Reliquien war so gewaltig, dass er zu einer bedeutenden mittelalterlichen Industrie wurde, bei der erhebliche Mengen von zweifelhafter Echtheit im Umlauf waren. Schätzungen zufolge gab es in Europa genug Fragmente des Wahren Kreuzes, um mehrere Häuser zu bauen.
Warum es bizarr ist: Weil ein Objekt, das heute als Beweisstück an einem Tatort behandelt würde, fünf Jahrhunderte lang das rücksichtsvollste und großzügigste Geschenk war, das eine mächtige Person machen oder erhalten konnte. Derselbe Impuls – etwas Heiliges zu schenken, etwas, das das Gewicht der größten menschlichen Geschichten trägt – drückte sich durch menschliche Überreste aus. Der Kontext ist alles.
#4 – Kriegstrophäen und Feindesköpfe: Geschenke, die sagten: „Ich habe gewonnen“
Das Geschenk: Die abgetrennten Köpfe, Skalpe, Schädel und andere Körperteile besiegter Feinde, die verbündeten Herrschern als Beweis für militärischen Triumph und als Zeichen der Loyalität präsentiert wurden.
Die Situation: Dies war in einer außergewöhnlichen Reihe von Kulturen verbreitet – Wikingerkrieger präsentierten ihren Jarls Kriegstrophäen als Ehren- und Tapferkeitsbeweise. Im alten China präsentierten Generäle dem Kaiser die Köpfe besiegter Feinde als offiziellen militärischen Tribut. Die Skythen – nomadische Krieger der eurasischen Steppe – fertigten Trinkbecher aus den Schädeln ihrer am meisten verehrten Feinde an und gaben diese als ultimatives Kompliment an Verbündete weiter: Du darfst aus dem Schädel von jemandem trinken, den ich so sehr respektierte, dass ich einen Becher aus ihm machte. Aztekenherrscher erhielten Schädel und Herzen als rituellen Tribut. In manchen Kulturen galt: Je beeindruckender der Feind, desto wertvoller das Trophäengeschenk.
Warum es dunkel ist: Weil dieselbe Logik, die eine gravierte Trophäe bedeutungsvoll macht – sie repräsentiert eine Leistung, sie beweist etwas, sie sagt „Ich habe an dich gedacht, als das passierte“ –, hier auf menschliche Überreste angewandt wurde. Der Schenkimpuls war identisch. Nur das Objekt war anders.
#5 – Pest-verseuchte Geschenke: Das Geschenk, das immer weitergab (katastrophalerweise)
Das Geschenk: Kleidung, Textilien und Waren aus pestinfizierten Regionen, die während Epidemien absichtlich oder fahrlässig an Feinde oder Rivalen verschenkt wurden.
Die Situation: Während der Pockenepidemien, die die indigene Bevölkerung in Nordamerika dezimierten, gibt es dokumentierte Beweise – am berüchtigtsten in der Korrespondenz von 1763 während des Pontiac-Aufstandes –, dass britische Offiziere über die absichtliche Schenkung von Decken aus einem Pockenkrankenhaus an indigene Anführer diskutierten. Ob dies den ersten dokumentierten Fall von biologischer Kriegsführung oder krimineller Fahrlässigkeit darstellte, hängt davon ab, welchen Historiker man liest. Sicher ist, dass die Praxis existierte und ihre Auswirkungen katastrophal waren.
Weniger absichtlich: Während des Schwarzen Todes tauschten Kaufleute weiterhin Waren über Handelsrouten aus, ohne den Mechanismus der Ansteckung zu verstehen, und verschenkten effektiv den Tod mit jedem Stoffballen und jeder Gewürzkiste, die zwischen den Städten bewegt wurden.
Warum es dunkel ist: Weil es an der Schnittstelle von Unwissenheit und Bösartigkeit liegt – manchmal das eine, manchmal das andere, manchmal beides zugleich. Und weil es eine Erinnerung daran ist, dass ein Geschenk Dinge tragen kann, die der Geber nie beabsichtigt hat – im Guten wie im Schlechten.
#6 – Caligula schenkt eine Muschelarmee: Das Geschenk als misslungene Machtdemonstration
Das Geschenk: Im Jahr 40 n. Chr. marschierte der römische Kaiser Caligula mit seinen Legionen zum Ärmelkanal, stellte sie in voller Schlachtordnung auf – und befahl ihnen dann, Muscheln zu sammeln, die er zu „Beute des Ozeans“ erklärte und als triumphale Trophäen eines großen militärischen Sieges zurück nach Rom sandte.
Die Situation: Caligula hatte eine riesige Armee für eine Invasion Britanniens aufgestellt. Aus Gründen, die Historiker seitdem diskutieren – geistige Instabilität, aufwendiges politisches Theater, ein Streich gegen den Senat, echte Wahnvorstellungen oder eine Kombination aus allen vieren –, gab er die Invasion auf und erklärte stattdessen dem Neptun, dem Gott des Meeres, den Krieg. Die Legionen sammelten helmbewehrte Muscheln. Diese wurden dann nach Rom transportiert, in die kaiserliche Schatzkammer gelegt und als militärische Trophäen ausgestellt. Caligula sandte einen Brief an den Senat, in dem er einen Triumph für seinen großartigen Sieg über den Ozean forderte.
Warum es bizarr ist: Weil ein Kaiser, der die mächtigste Militärmacht der Welt befehligte, beschloss, dass sein Geschenk an Rom – sein Beitrag zur kaiserlichen Schatzkammer – ein Haufen Muscheln aus Boulogne sein würde. Der Senat, der Angst hatte, zu widersprechen, soll einen Triumph vorbereitet haben, bevor er leise merkte, dass dies möglicherweise keine gute Idee war.
#7 – Mogul-Geschenke, die dich ruinieren konnten: Die Verpflichtung, die Vermögen zerstörte
Das Geschenk: Im Mogulreich war der Erhalt eines Geschenks des Kaisers eine Ehre, die einen finanziell ruinieren konnte.
Die Situation: Die Schenkungskultur der Moguln basierte auf einem System namens Pishkash – Tributgeschenke, die dem Kaiser bei Hofe präsentiert wurden. Der Kaiser revanchierte sich dann mit kaiserlichen Geschenken. Das Problem war, dass das Gegengeschenk den Wert des ursprünglichen Tributs erreichen oder übertreffen musste, und die Geschenke des Kaisers waren oft spektakulär teure Objekte – juwelenbesetzte Waffen, Ehrenkleider, Elefanten –, die der Empfänger dann unterhalten, ausstellen und mit noch mehr Tributen beantworten musste. Adlige ruinierten sich finanziell, während sie versuchten, mit den Schenkungszyklen des kaiserlichen Hofes Schritt zu halten. Mehrere Provinzgouverneure wurden finanziell nicht durch Steuern oder Krieg ruiniert, sondern dadurch, dass sie in der Gunst des Kaisers standen.
Warum es dunkel und bizarr ist: Weil es Großzügigkeit als Waffe einsetzte. Das Geschenk war gleichzeitig eine Ehre und eine Falle. Es abzulehnen war undenkbar. Es anzunehmen konnte einen ruinieren. Es war ein ganzes Kontrollsystem, verkleidet in der Sprache der Zuneigung.
#8 – Unter dem Tribut: Frauen, verschenkt neben Gold und Juwelen
Das Geschenk: In der persischen, mesopotamischen und späteren islamischen Hofkultur wurden versklavte Frauen als diplomatischer Tribut neben Gold, Seide und Edelsteinen präsentiert – in denselben Registern katalogisiert, mit denselben Werten belegt, mit derselben Zeremonie präsentiert.
Die Situation: Der achämenidische persische Hof erhielt Tribut aus seinem gesamten Reich, der junge Frauen einschloss, die in Verwaltungstafeln mit derselben Sprache beschrieben wurden wie Vieh und Edelmetalle: Mengen, Herkunft, bewertete Werte. Das osmanische kaiserliche Haremsystem wurde teilweise durch ein tributäres Schenkungssystem aufrechterhalten, in dem Provinzgouverneure versklavte Frauen als jährlichen Tribut an den Hof des Sultans sandten – eine Praxis, die jahrhundertelang formalisiert, bürokratisiert und als völlig normale Staatskunst betrachtet wurde.
Warum es dunkel ist: Weil die Bürokratisierung der erschreckendste Teil ist. Nicht Leidenschaft oder Grausamkeit – Schreibarbeit. Spalten in einem Register. Normales Verwaltungsverfahren. Das Entmenschlichendste an diesem Kapitel der Schenkungsgeschichte ist, wie belanglos jeder Beteiligte es fand.
#9 – Iwan der Schrecklichen Bär: Ein Geschenk, das den Empfänger töten sollte
Das Geschenk: Iwan IV. von Russland – Iwan der Schreckliche – hatte eine dokumentierte Angewohnheit, lebende Bären an Menschen zu verschenken, die er politisch vernichten wollte, und setzte die Bären in Bankettsäle oder geschlossene Räume frei, wo der Empfänger sie als Unterhaltung mit bloßen Händen bekämpfen sollte.
Die Situation: Iwan nutzte während seiner gesamten Herrschaft aufwendige, theatralische Grausamkeit als politisches Theater, und das Bärengeschenk war eines seiner kreativeren Instrumente. Es funktionierte gleichzeitig als Demütigung – einen Adligen zu zwingen, vor Zeugen um sein Leben zu kämpfen – und als plausible Abstreitbarkeit. Wenn der Bär die Person tötete, war es technisch gesehen ein Unfall. Ein Geschenk, das schiefging. Tragisch, wirklich. Mehrere Personen an Iwans Hof erhielten Bären-bezogene „Geschenke“ und überlebten diese nicht.
Warum es dunkel ist: Weil es zeigt, dass ein Geschenk eine Waffe mit entsicherter Waffe sein kann. Das Geschenkpapier war das Fell des Bären. Die Karte lautete: „Ich will, dass du tot bist, und ich will, dass alle zusehen.“
#10 – Land, getränkt in Blut: Gebiete als Hochzeitsgeschenke
Das Geschenk: Ganze Gebiete – Königreiche, Provinzen, Städte –, die als Hochzeitsgeschenke, Mitgiften oder diplomatische Präsente gegeben wurden, wobei die Bevölkerung dieser Gebiete einbezogen, nicht konsultiert und nicht erwähnt wurde.
Die Situation: Die Ehe von Katharina von Braganza mit Karl II. von England im Jahr 1661 war mit einer Mitgift verbunden, die Bombay (heute Mumbai) und Tanger einschloss. Portugal verschenkte zwei der strategisch bedeutendsten Häfen der Welt als Hochzeitsgeschenk. Die Menschen, die dort lebten – Hunderttausende von ihnen –, waren Teil des Pakets. Niemand fragte sie. Die Heirat von Marie-Antoinette mit Ludwig XVI. wurde von territorialen Anpassungen begleitet, bei denen ganze Regionen Europas als diplomatische Ergänzungen des Anlasses den Besitzer wechselten. Während der gesamten mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte änderten sich Karten nicht wegen Kriegen, sondern weil die Tochter von jemandem heiratete und ein Herzogtum mit ihr ging.
Warum es dunkel und bizarr ist: Weil das Ausmaß dieser Geschenke atemberaubend war – und doch war es in der Logik der Zeit nur eine großzügige Mitgift. Eine rücksichtsvolle Geste. Die Menschen auf dem Land waren einfach nicht Teil der Kalkulation.
😂 Die 10 urkomischsten Geschenke der Menschheitsgeschichte
Nun. Nach alledem. Etwas Leichteres.
Die folgenden Geschenke waren nicht dunkel. Sie waren nicht dazu gedacht, jemandem zu schaden. Sie waren einfach das Produkt von Menschen, die an der Schnittstelle von Macht, Absurdität, schlechtem Urteilsvermögen und gelegentlicher spektakulärer Kleinkariertheit handelten. Wir präsentieren sie mit der Zuneigung, die sie verdienen.
#1 – Die tote Maus: Rom erfindet das Scherzgeschenk
Das Geschenk: Während des römischen Saturnalienfestes entwickelte sich die Tradition der Sigillaria – das Verschenken kleiner, preiswerter Geschenke unter Freunden – zu einer dunkel-komischen Tradition, absichtlich schreckliche Geschenke als Witze zu machen. Der römische Dichter Martial, der im 1. Jahrhundert n. Chr. schrieb, hielt mit sichtlichem Vergnügen den Brauch fest, tote Mäuse, zerbrochene Kämme, Zahnstocher und andere Gegenstände von aggressiver Nutzlosigkeit als satirische Geschenke an wohlhabende Freunde zu verschenken, die bereits alles hatten.
Warum es lustig ist: Weil Martials Beschreibungen genau wie moderne Gag-Geschenkekultur klingen — derselbe Impuls, dieselbe soziale Dynamik, dieselbe Freude daran, jemandem etwas spektakulär Unangemessenes zu schenken, der sich nicht beschweren kann, ohne undankbar zu wirken. Die Römer erfanden den Scherzartikel-Laden vor 2.000 Jahren und wir holen erst jetzt auf.
#2 – Königin Victorias 1.000-Pfund-Käse: Das Geschenk, das kein Ende nahm
Das Geschenk: Um 1840 die Hochzeit von Königin Victoria und Prinz Albert zu feiern, gab die Bevölkerung von West Country in England einen riesigen Cheddar-Käselaib in Auftrag, der über 1.000 Pfund wog – in etwa so groß wie ein Kleinwagen – und lieferte ihn als Hochzeitsgeschenk an Schloss Windsor.
Die Situation: Victoria und Albert nahmen ihn, man muss es ihnen zugutehalten, gnädig entgegen. Danach hatten sie absolut keine Ahnung, was sie damit anfangen sollten. Der Käse stand eine ganze Weile in Schloss Windsor, wurde bei königlichen Veranstaltungen nach und nach verzehrt und reifte dabei immer weiter, so wie es ein 1.000-Pfund-Cheddar-Laib unweigerlich tut. Er wurde zu verschiedenen Zeiten ausgestellt, präsentiert, fotografiert und im Parlament diskutiert. Er wurde im Grunde zu einer kleinen Berühmtheit. Die Menschen aus West Country waren sehr stolz darauf.
Warum es lustig ist: Weil man, selbst wenn man die Königin von England ist, immer noch herausfinden muss, wohin man eine halbe Tonne Käse stellt, wenn sie einem jemand schenkt.
#3 – Karls Elefant: Das Geschenk, das neun Jahre lang durch Europa wanderte
Das Geschenk: Im Jahr 802 n. Chr. sandte Kalif Harun al-Raschid von Bagdad Karl dem Großen als diplomatisches Geschenk einen asiatischen Elefanten namens Abul-Abbas. Karl der Große hatte um exotische Tiere gebeten. Er war, um fair zu sein, nicht präzise gewesen.
Die Situation: Einen Elefanten im Jahr 802 n. Chr. von Bagdad nach Aachen zu bringen, bedeutete, Persien zu durchqueren, durch das Byzantinische Reich zu reisen (das mit keiner der beiden Parteien auf freundschaftlichem Fuß stand), das Mittelmeer zu überqueren und den Großteil Frankreichs zu durchwandern – alles zu Fuß, im neunten Jahrhundert, mit einem Elefanten. Die Reise dauerte Jahre. Abul-Abbas kam unter außergewöhnlichem Pomp an Karls Hof an und lebte dort die nächsten neun Jahre, wobei er zum berühmtesten Tier Europas wurde. Er begleitete Karl den Großen auf Feldzügen. Er wurde in den Reichsannalen mit demselben Ernst erwähnt wie militärische Siege. Als er starb, wurde dies als bedeutendes Ereignis des Jahres verzeichnet.
Warum es lustig ist: Weil Harun al-Raschid das diplomatische Geschenkeproblem „Was schenkt man jemandem, der schon alles hat?“ löste, indem er ihm einen Elefanten schenkte, und es funktionierte perfekt, und ein Elefant namens Abul-Abbas wanderte ein Jahrzehnt lang durch das Frankreich des 9. Jahrhunderts und jeder akzeptierte das einfach als normal.
#4 – Die Giraffe, die das mittelalterliche Florenz zum Stillstand brachte
Das Geschenk: Im Jahr 1487 sandte der Sultan von Ägypten Lorenzo de' Medici – dem Herrscher von Florenz und bedeutendsten Mäzen der Renaissance – eine Giraffe als diplomatisches Geschenk. Es war die erste Giraffe, die die meisten Europäer je gesehen hatten.
Die Situation: Die Giraffe – von den Florentinern, die kein Wort dafür hatten, einfach „la giraffa“ genannt – kam in Florenz an und verursachte das, was zeitgenössische Berichte als komplettes bürgerliches Pandämonium beschreiben. Menschen aus der gesamten Toskana kamen, um sie zu sehen. Künstler skizzierten sie obsessiv. Sie wurde durch die Straßen von Florenz geführt, während die Bürger auf Dächer kletterten und aus den Fenstern hingen, um sie zu sehen. Leonardo da Vinci hat sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gesehen. Sie wurde zu einem Symbol der Medici-Macht und der kosmopolitischen Reichweite – ein Beweis dafür, dass Lorenzos Einfluss bis an die Höfe von Ägypten reichte. Sie fraß die Blätter von den hohen Bäumen im Medici-Garten und war, allen Berichten nach, von der Renaissance völlig unbeeindruckt.
Warum es lustig ist: Weil die Giraffe keine Ahnung hatte, dass sie ein diplomatisches Geschenk und ein Symbol des Renaissance-Humanismus war. Sie wollte einfach nur Blätter. Und sie bekam sie, aus einem sehr schönen Garten in Florenz, umgeben von den größten Künstlern des 15. Jahrhunderts, die nicht aufhören konnten, sie zu zeichnen.
#5 – Panda-Diplomatie: Chinas flauschigste Außenpolitik
Das Geschenk: China verschenkt bereits seit mindestens der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) Große Pandas als diplomatische Geschenke, als Kaiserin Wu Zetian dem japanischen Kaiser ein Paar sandte. Im 20. Jahrhundert wurde die Praxis als offizielle Staatspolitik formalisiert – „Panda-Diplomatie“ – bei der Pandas als Symbole der Freundschaft an verbündete Nationen gegeben wurden.
Die Situation: Zwischen 1958 und 1982 schenkte China 23 Pandas an neun Länder. Die USA erhielten 1972 nach Nixons historischem Besuch in China zwei – Ling-Ling und Hsing-Hsing, die zu den berühmtesten Tieren in Washington D.C. wurden und von Millionen Menschen besucht wurden. Die Pandas wurden zu so effektiven diplomatischen Werkzeugen, dass China schließlich dazu überging, sie nicht mehr komplett zu verschenken, sondern im Rahmen von 10-Jahres-Verträgen zu verleihen, mit erheblichen jährlichen Gebühren und der Auflage, dass alle auf fremdem Boden geborenen Jungtiere nach China zurückkehren müssen. Die Pandas blieben entzückend. Die Verträge wurden immer komplexer.
Warum es lustig ist: Weil China entdeckte, dass das effektivste diplomatische Werkzeug in ihrem Arsenal nicht militärische Stärke oder wirtschaftlicher Einfluss war, sondern runde, schwarz-weiße Bären, die bekanntlich miserabel bei der Fortpflanzung sind und die meiste Zeit mit Fressen verbringen. Und sie hatten recht.
#6 – Das Krokodil des Papstes: Ein Geschenk ohne Anleitung
Das Geschenk: Im 13. Jahrhundert schenkte der römisch-deutsche Kaiser Friedrich II. – der eine außergewöhnliche Menagerie exotischer Tiere hielt, darunter Elefanten, Kamele und Leoparden – Papst Gregor IX. als Zeichen kaiserlichen Wohlwollens ein lebendes Krokodil. Der Kaiser und der Papst befanden sich zu dieser Zeit inmitten eines intensiven politischen Streits, was den Zeitpunkt eines Krokodil-Geschenks entweder zu einem diplomatischen Geniestreich oder zu einer ausgeklügelten Provokation macht.
Die Situation: Der Vatikan hatte keine Einrichtungen für ein Krokodil. Papst Gregor IX. war in seinen Achtzigern, tief in die Inquisition verwickelt und hatte nicht um ein Krokodil gebeten. Zeitgenössische Berichte deuten darauf hin, dass das Geschenk mit einer Mischung aus diplomatischer Höflichkeit und tiefgreifender Verwirrung aufgenommen wurde. Was letztendlich mit dem Krokodil geschah, ist nicht eindeutig dokumentiert, was vielleicht selbst eine Art Antwort ist.
Warum es lustig ist: Weil man, egal wie mächtig man ist, immer noch herausfinden muss, was man mit einem lebenden Krokodil anstellt, wenn einem jemand eines schickt. Macht hat Grenzen. Krokodile nicht.
#7 – Texas schenkt der Queen ein Pferd: Das Geschenk, das eine Farm erforderte
Das Geschenk: Im Jahr 1954 schenkten die Kinder von Texas Königin Elisabeth II. ein Pferd namens Burmese als Symbol des Wohlwollens aus dem „Lone Star State“. Die Königin liebte Pferde und war begeistert. Das Problem war, dass Burmese eines von vielen Pferden war, die Königin Elisabeth im Laufe ihrer Herrschaft als Geschenk erhielt – von verschiedenen Nationen, Staatsoberhäuptern und diversen Gratulanten –, so dass die Verwaltung der Geschenke eine erhebliche königliche Infrastruktur erforderte.
Die Situation: Elisabeth II. erhielt Pferde aus Kanada, aus Barbados, aus verschiedenen Commonwealth-Nationen, von privaten Züchtern, von ausländischen Regierungen. Während ihrer siebzigjährigen Herrschaft erhielt sie Dutzende Pferde als Geschenk. Sie liebte sie alle. Die Logistik des Empfangens, Unterbringens, Trainierens und manchmal letztendlichen Umsiedelns all dieser Gastpferde erforderte einen im Grunde vollzeitlichen Managementbetrieb. Die Königin ritt Burmese achtzehn Jahre lang bei der „Trooping the Colour“-Parade.
Warum es lustig ist: Weil Leute der berühmtesten Frau der Welt immer wieder Pferde schenkten, wohlwissend, dass sie bereits viele Pferde hatte, weil sie Pferde mochte, und sie nahm immer wieder gnädig neue Pferde an, und die Pferde häuften sich, und alle waren glücklich.
#8 – Andrew Jacksons riesiger Käseblock
Das Geschenk: Im Jahr 1835 sandte ein New Yorker Milchbauer namens Colonel Thomas Meacham Präsident Andrew Jackson einen Cheddar-Käselaib mit einem Gewicht von 1.400 Pfund – 1,20 Meter Durchmesser, 60 Zentimeter dick – als Geschenk zur Feier von Jacksons Patriotismus. Es war zu dieser Zeit der größte Käse, der je in Amerika hergestellt wurde.
Die Situation: Jackson erhielt den Käse im Weißen Haus und ließ ihn in der Eingangshalle platzieren, wo er fast zwei Jahre lang reifte. Im Februar 1837, kurz vor Ende seiner Amtszeit, lud Jackson die Öffentlichkeit ein, zu kommen und ihn zu essen. Mehrere tausend Menschen kamen und verzehrten den gesamten Käse in etwa zwei Stunden, wobei sie dabei beachtliche Mengen davon in die Teppiche, Wände und Vorhänge des Weißen Hauses rieben. Zeitgenössische Berichte berichten, dass der Geruch von Käse noch Wochen später im Weißen Haus hing.
Warum es lustig ist: Weil der Präsident der Vereinigten Staaten das Problem, zu viel Käse zu haben, löste, indem er eine Party schmiss, und es funktionierte, und die einzige bleibende Konsequenz war, dass das Weiße Haus einen Monat lang nach Cheddar roch. So ist es tatsächlich passiert. Die amerikanische Geschichte ist wilder, als sie in Lehrbüchern erscheint.
#9 – Napoleons Hummer: Ein Geschenk, das sofort gegessen werden musste
Das Geschenk: Napoleon Bonaparte, der bekanntlich nicht an Essen interessiert war und die meisten Mahlzeiten in unter zehn Minuten zu sich nahm, erhielt während seiner gesamten Herrschaft aufwendige Essensgeschenke von verbündeten Herrschern. Die unpraktischsten davon waren lebende Meeresfrüchte – Hummer, Austern, Fisch –, die von Küstenregionen als Zeichen des lokalen Stolzes gesendet wurden und entweder sofortigen Verzehr oder aufwendige Transportvorkehrungen erforderten, was beides nicht gut zur Leitung von Feldzügen durch Europa passte.
Die Situation: Die Logistik, frische Meeresfrüchte an Napoleons verschiedene Hauptquartiere – oft Hunderte Kilometer von der nächsten Küste entfernt – zu liefern, erforderte spezielle Kuriere, spezialisierte Transporte und sorgfältiges Timing. Napoleon, der mit einem Stück gebratenem Hähnchen vollkommen zufrieden gewesen wäre, nahm diese Geschenke mit kaiserlicher Höflichkeit entgegen, während sein Stab sich mit der praktischen Realität auseinandersetzen musste, einen Hummer zwischen Paris und Moskau am Leben zu erhalten.
Warum es lustig ist: Weil das grundlegende Problem, jemandem verderbliche Lebensmittel als diplomatisches Geschenk zu geben – dass sie ablaufen, dass sie Logistik erfordern, dass der Empfänger sie vielleicht gerade jetzt nicht will – so alt ist wie das Schenken selbst, und keine kaiserliche Macht macht es weniger wahr.
#10 – Das Selbstporträt-Geschenk: Wenn Herrscher sich selbst schenkten
Das Geschenk: Im Laufe der Geschichte gaben Monarchen und Herrscher riesige formelle Porträts von sich selbst als diplomatische Geschenke – ganzfigurige Ölgemälde, oft lebensgroß, manchmal begleitet von aufwendigen vergoldeten Rahmen, die selbst große Kunstwerke waren. Ludwig XIV. von Frankreich war besonders enthusiastisch, was diese Praxis anging; er gab Dutzende Porträts von sich selbst in Auftrag und verteilte sie an verbündete Herrscher in ganz Europa.
Die Situation: Von verbündeten Herrschern, die das Porträt Ludwigs XIV. erhielten, wurde erwartet, dass sie es prominent ausstellten – in einem Thronsaal, einem Empfangssaal, an einem sichtbaren und bedeutenden Ort. Sich zu weigern, es auszustellen, oder es an einem nicht ausreichend prominenten Ort auszustellen, war eine diplomatische Kränkung. Mehrere europäische Höfe sahen sich daher gezwungen, beträchtliche Wandfläche in ihren schönsten Räumen einem Gemälde eines Mannes zu widmen, der nicht da war, der aber erwartete, dass das Gemälde so behandelt wurde, als wäre er es. Ludwig sandte so viele Porträts von sich selbst, dass einigen Höfen schlicht die passenden Wände ausgingen.
Warum es lustig ist: Weil Ludwig XIV. im Grunde das Problem löste, nicht überall gleichzeitig sein zu können, indem er sehr große Bilder von sich selbst in jeden Raum Europas schickte und dann diplomatisch verlangte, dass jeder sie anschaut. Es ist die Version des 17. Jahrhunderts, das eigene Gesicht ungefragt als Desktop-Hintergrund auf dem Computer von jemand anderem einzurichten.
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